Das muss erstmal verdaut werden

Manche haben sich sicher schon gefragt, warum auf unserer Internetseite noch nicht über den zweiten Austriacup des Sommers in Bischofshofen berichtet wurde. Die Sache ist ganz einfach und schnell erklärt. Neben einer freien Minute, fehlten mir einfach auch die Worte, um das, was unsere jungen Nachwuchsathleten aus Tirol geleistet haben, beschreiben zu können. Mittlerweile ist eine Woche vergangen und ich versuche die Stimmung des letzten Wochenendes einigermaßen wiederzugeben.

Wie schon in den letzten Jahren reisten wir bereits am Freitag nach Bischofshofen, um uns mit genügend Zeit auf die sehr anspruchsvolle Schanze einstellen zu können. Durch die Leistungen im Training ahnten die Trainer schon, dass etwas Großes in der Luft lag. Der Teamwettbewerb am Samstag brachte dann Gewissheit. Die Tiroler Mannschaften der Schülerklasse I (Simon Steinberger, Jonathan Kainzner, Jakob Sauerwein, Jakob Steinberger,) und der Schülerklasse II (Elias Kogler, Raffael Zimmermann, Jonas Schuster, Max Wastian) konnten beide phänomenale Siege einfahren. Die Teams unserer Mädels verpassten mit den Plätzen vier (Annalena Slamik, Mani Cooper) und fünf (Marit Weichselbraun, Lea Huber) zwar das Podest, bestätigten aber ihre aufsteigende Form. Besonders imposant war die Kulisse, die jene Sportler unseres Teams boten, welche dieses Mal nicht den Sprung in die Mannschaften geschafft hatten. Getreu dem Motto einer für alle und alle für einen feierten sie jeden Sprung unserer Athleten und trugen somit wesentlich zum Spitzenergebnis bei.

Bei den Einzelwettbewerben am Sonntag galt es den Schwung vom Vortag mitzunehmen und weitere Topplatzierungen zu holen. Gesagt, getan! Während es diesmal die Eltern unserer Sportler waren, die an Schanze und Strecke für Stimmung sorgten, riefen nahezu alle Athleten aus unserem Team ihre persönlichen Bestleistungen des Wochenendes ab. Das Endergebnis konnte sich dementsprechend sehen lassen. Bei den Schülern I belegte Simon Steinberger Platz eins und Jakob Steinberger Platz drei im Springen. Ähnlich erfolgreich verlief der Wettkampf bei den Schülern II, wo sich Jonas Schuster auf dem zweiten und Elias Kogler auf dem dritten Rang nur Julian Smid aus Kärnten geschlagen geben mussten. Von unseren Mädels schaffte es im Sprungwettbewerb zwar noch keine auf einen der ersten drei Plätze, die Platzierungen im Anschluss zur Spitze und die Entwicklungen der letzten Wochen zeigen aber, dass in dieser Saison durchaus noch mit den Ladys aus Tirol zu rechnen ist.

Wo die Mädels im Skispringen noch hinwollen, sind sie in der nordischen Kombination bereits angekommen. Alle konnten sich im Kombiwettbewerb im Feld der besten neun einreihen. Annalena Slamik nahm nach ihrem gelungenen Lauf sogar die Silbermedaille mit nach Hause und Marit Weichselbraun setzte mit der besten Laufzeit im Starterinnenfeld ein weiteres Ausrufezeichen an diesem Wochenende. Die Burschen konnten die Konkurrenz nach ihren super Leistungen aus dem Sprunglauf auch später auf der Laufstrecke in Schach halten. Bei den Schülern der Klasse I hieß das, dass Simon Steinberger nach Mannschaft und Spezialsprunglauf sein drittes Gold an diesem Wochenende holte und Jakob mit der Bronzemedaille belohnt wurde. Bei den Schülern II stand mit Max Wastian zum ersten Mal seit 2015 wieder ein Tiroler ganz oben auf dem Stockerl eines Sommerwettbewerbes der Kombination.

Besser als an diesem Wochenende kann es fast nicht laufen. Deswegen möchte ich stellvertretend für das ganze Trainerteam sagen, dass es uns unglaublich Stolz macht, zu sehen, wie sich unsere Jungs und Mädels sportlich weiterentwickeln und wie sie es immer wieder schaffen über sich hinauswachsen.

Philipp