Finale „Dahoam“ wird zum Fest für Tiroler

Wie schon im vergangenen Jahr fanden auch dieses Mal die letzten Wettkämpfe der Saison in Seefeld statt. Dabei gab es für die Schülerinnen und Schüler des Austria-Cups mit jeweils zwei Wettbewerben in der nordischen Kombination und im Skispringen jede Menge Edelmetall zu holen. Auf der Schanze wurden zwei Wettkämpfe von der 70 m Schanze ausgetragen und die nordischen Kombinierer hatten einen Sprint und einen Vielseitigkeitslauf mit mehreren Hindernissen zu absolvieren.

Zum unangefochtenen König der Schüler 1 Klasse im Skispringen krönte sich der Tiroler Stefan Embacher (Kitzbüheler SC). Er konnte mit vier perfekten Sprüngen beide Skisprungwettkämpfe des Wochenendes für sich entscheiden. Auch die restlichen Sportler aus dem Tiroler Starterfeld zeigten sich von ihrer besten Seite. So erreichte Simon Steinberger Platz 2 und 4. Sein Bruder Jakob (beide SC Mayrhofen) verfehlte das Podest mit Rang 4 am Samstag knapp und springt am Sonntag zu Bronze. Jonathan Kainzner (SC Mayrhofen) und Alexander Leitner (Nordic Team Absam) springen am Samstag mit Platz sechs  und neun ebenfalls unter die Top 10.

Die Kombinationsrennen gestalteten sich bei den Schülern 1 zu einem Tiroler Schaulaufen. Im Sprint jubelte von den Plätzen 2 bis 6 jeweils ein Tiroler (Simon Steinberger, Jakob Steinberger, Stefan Embacher, Alexander Leitner, Jonathan Kainzner) und um das Top-Ergebnis abzurunden schafften es Fabian Hauser (SC Mayrhofen)  mit Rang 10 und Jakob Sauerwein (WSV Wörgl) mit Rang 12 alle Tiroler unter die besten 12. Auch am zweiten Tag bestätigen unsere Jungs ihre bestechende Form und platzieren sich innerhalb der Plätze 2 bis 11. Simon Steinberger wird dabei Zweiter, Jakob Steinberger Dritter und Alexander Leitner Vierter.

Unsere Schüler 2 standen ihren jüngeren Kollegen am Wochenende in nichts nach und zeigten, dass auch sie ihren Heimvorteil nutzen konnten. Am Samstag reihten sich in einem schwierigen  Sprungwettbewerb 3 Tiroler unter den besten 10 ein. Elias Kogler (Kitzbüheler SC) wurde in diesem Wettkampf Zweiter, Maximilian Wastian (SV Innsbruck Bergisel) belegt Rang 7 und Raffael Zimmermann (Nordic Team Absam) springt auf Platz 8. Die anderen Springer aus dem Tiroler Lager zeigten durchaus solide Sprünge, hatten aber in der Windlotterie kein Glück. Auch am Sonntag konnten sich drei Tiroler in die Top 10 springen. Besonders hervorzuheben ist dabei Jonas Schuster (SV Innsbruck Bergisel) alias „wilder Hund“, der am Samstag noch mit Krücken und dem Verdacht auf einen Haarriss in einer Wachstumsfuge des Sprunggelenks auf die Schanze kam und nun mit Sprüngen auf 71,5 und 77,0 m Gold gewann. Knapp hinter ihm platzierte sich sein Stamser Trainingskollege Elias Kogler auf Rang 2. Maximilian Wastian springt auf Platz 4.

Drei in die besten 10 galt offensichtlich auch als Motto für das Sprintrennen der Kombinierer am Samstag, denn mit Maximilian Wastian auf Platz 2, Stefano Radovano (WSV Wörgl) auf Platz 9 und Andreas Pisecker (Kitzbüheler SC) auf Platz 10 schaffte es – wie in den Sprungbewerben auch – wieder ein Tiroler Trio in die Top 10. Am Sonntag beim Vielseitigkeitslauf war leider kein Tiroler auf dem Stockerl zu finden. Andy Pisecker wurde mit Rang 8 bester Tiroler.

Im Sprungwettbewerb der Schülerinnen dominierten ein weiteres Mal in dieser Saison die Oberösterreicherinnen. Unsere Mädels (allesamt Kombiniererinnen) mussten sich im Spezialsprunglauf mit den hinteren Platzierungen zufrieden geben. Beste Tirolerin wurde dabei Annalena Slamik (Nordic Team Absam) mit Platz 10 am Samstag und Platz 9 am Sonntag.

Unsere Mädels holen ihre Punkte dafür in der Loipe. Dort zeigten Marit Weichselbraun (WSV Wörgl), Annalena Slamik und Mani Cooper (SV Innsbruck Bergisel) mit Platz 4, 5 und 6 bereits im Sprint, was sie drauf haben. Im wilden Ritt über die Hindernisse des Vielseitigkeitslaufes konnten sie dieses Ergebnis wiederholen, nur tauschten Marit und Annalena diesmal die Plätze. Edelmetall gab es für unsere Ladys zwar nicht. Dafür aber stehen sie als kompakte Mannschaft im Austria-Cup. In Zukunft werden uns diese Girls sicher noch das ein oder andere Mal jubeln lassen.

Mit diesem Wochenende ging eine ereignisreiche Saison zu Ende. Fast alle konnten im letzten Jahr eine wirklich stattliche Leistungsentwicklung nachweisen und teilweise durften unsere jungen Athleten und Athletinnen bei Fis-Cups und/oder den Junioren Weltmeisterschaften erste internationale Wettkampfluft schnuppern. Es war auch eine erfolgreiche Saison. Die Tiroler Mannschaft steht ein weiteres Mal an der Spitze der Gesamtwertung im Austria-Cup und viele Sportler und Sportlerinnen konnten wieder persönliche Bestleistungen erreichen bzw. den Sprung in ein Leistungszentrum schaffen. Besonders cool finde ich das als Trainer, weil die Vorbereitung auf die Saison 2017/2018 für uns hin und wieder etwas holprig erschien. Kürzere Trainingskurse, die dafür häufiger und meist in der Nähe stattfanden, brachten etwas Hektik in die technische Ausbildung unserer jungen Sportler und Sportlerinnen. Im Vergleich zu den Vorjahren war einfach weniger Zeit, um zur Perfektion zu reifen. Es ist aber offenbar nicht die absolute Perfektion, die das Team Tirol nun schon zum wiederholten Mal so erfolgreich gemacht hat. Es ist unser besonderer Teamspirit, der jeden Sportler, jeden Trainer und häufig auch die Eltern dazu antreibt über sich hinauszuwachsen. Es ist nicht entscheidend, ob du bei uns Erster oder 15er wirst. Das wichtigste bei uns ist es, gemeinsam eine schöne Zeit zu haben. Alles andere kommt dann fast von allein. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn es nach der Frühlingspause wieder in die Vorbereitungen für die nächste Saison geht.   

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Danke für die Saison

Eurer Trainerteam